Konstruktiv mitwirken

Bis vor kurzem setzte ich mich in meiner Funktion als Grossrätin im Kantonsparlament Basel-Stadt für mehrere zentrale Lebensbereiche ein: Anliegen sind deshalb vor allem eine lebenswerte Stadt nach dem Motto "Zentrumslust statt Städtefrust", eine gesamtgesellschaftliche Integration verschiedenster Personengruppen und Kulturen und eine zukunftsgerichtete Aufgabenverteilung zwischen Staat und Privatinitiativen.

Interview in terra cognita zu Beschränkung der Zuwanderung zu Gunsten der Umwelt? (Ecopop-Initiative)

http://www.terra-cognita.ch/21/gerber.pdf

Im Verlauf der letzten Jahrzehnte ist im Zusammenhang mit Migrationspolitik immer wieder auch das Argument vorgebracht worden, die Einwanderung sei zu begrenzen, um die Umwelt zu schonen und die natürlichen Ressourcen nicht über Gebühr zu strapazieren.Was auf den
ersten Blick nachvollziehbar erscheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Gedankengut,
das seine Ursprünge in fremdenfeindlichen Strömungen hat.

Aktuell unsere Initiative: Boden behalten - Basel gestalten!

http://www.bodeninitiative-basel.ch.
Niemand weiss, was in 100 Jahren für Basel "richtig" sein wird. Und niemand weiss, was sich in 100 Jahren an der Stelle eines Hauses in Basel richtigerweise befinden sollte. Vielleicht ein Park? Vielleicht ein Neubau? Und weil das so ist, muss der Kanton seine Fähigkeit wahren, zu handeln und zu gestalten. Am besten kann er das, wenn die Abgabe von Kantonsboden im Baurecht zur Norm wird. Nur so bleibt der Kanton flexibel und behält die Fähigkeit, die langfristigen Entwicklungen des Wohnraums demokratisch legitimiert zu steuern. Zudem zahlt sich eine Abgabe im Baurecht langfristig stabil und finanziell sicher aus in Form des Baurechtszinses.
Deshalb fordert die Initiative, dass Liegenschaften und Grundstücke des Kantons grundsätzlich nicht verkauft, sondern Dritten allenfalls im Baurecht überlassen werden. Die Initiative verfolgt zudem eine langfristige Änderung der Bodenpolitik des Kantons. Er soll deutlich mehr gemeinnütziges, familien- und umweltschonendes Bauen ermöglichen, und sein Land behalten für die künftige Stadtentwicklung.

Gepinnt!

Aus dem Interview „‘Die Chancen für Veränderungen sind viel besser als 1968‘ Der ehemalige Studentenführer und Mitangeklagte der Chicago Seven, Tom Hayden, über Occupy, Obama und Wall Street“. (15. Mai 2012)
Süddeutsche Zeitung: Kommt man da mit den traditionellen Ideen des Sozialismus noch weiter?

Tom Hayden: Ich glaube, Sozialismus kann einem sagen, dass es private Wirtschaftskräfte gibt, die mächtiger sind als demokratisch gewählte politische Kräfte. So wie das die Bürger von Europa gerade herausfinden, weil ihre gegenwärtigen Regierungen alles nicht gewählten ausländischen Investoren überschreiben. Aber Lösungen kommen nicht aus einem einzigen Kopf, sondern aus vielen Köpfen, die zusammenarbeiten.

Aus: "Aufstand gegen die herrschende Lehre. 'Akademische Prostitution': 93 Professoren fordern per Memorandum eine Erneuerung der Wirschaftswissenschaften" aus der Süddeutschen Zeitung vom 4. April 2012:

"Ökonomen haben nach verbreiteter Ansicht", glauben die 93 Professoren des Memorandums, einer als "neoliberalen oder marktkonform chakterisierten Politik zugearbeitet, die zu wachsenden Einkommens- und Vermögensdisparitäten geführt hat. Das werde als weitere Ursache und Dimension der gegenwärtigen Krise erblickt. (S. 17)